Datenschutz und Internet: Worauf müssen Webseitenbetreiber achten?
by admin on Feb.07, 2011, under Datenschutz
Vorteile des Datenschutzes für Unternehmen
Gerade kommerzielle Webseitenbetreiber (wie z.B. ein Shop für Lichtschaftabdeckung) profitieren von den strengen Gesetzen und ihrer Einhaltung, denn im Netz ist Vertrauen das A und O. Wenn Nutzer sich nicht auf ihre Datensicherheit verlassen könnten, würden sie im Internet nichts unternehmen. Schon der Auftritt muss daher Vertrauen erwecken, durch eindeutige Herleitung auf die Seite mit einer sinnvollen Suchanfrage, durch transparenten Auftritt und übersichtliche Kontaktmöglichkeiten. Soll der Kunde zudem Daten eingeben, um eine Anfrage zu starten, so muss er gründlich über die Sicherheit der Daten und deren Zweckbestimmung aufgeklärt werden. Datenschutz ist für online auftretende Unternehmen daher eine vertrauensbildende Marketingmaßnahme und nicht ein notwendiges Übel.
Die zugehörigen Gesetze hinken freilich oft der raschen Entwicklung etwas hinterher. Um so notwendiger ist es, die bestehenden Vorschriften strikt einzuhalten.
Gesetzliche Vorschriften im Einzelnen
Das Bundesdatenschutzgesetz regelt die Vorschriften über Datenerhebung-, Verarbeitung und Weitergabe. Es gilt für jeden, besonders Unternehmen und Behörden werden streng überwacht. Dieses Gesetz ist für alle Lebensbereiche, also auch offline, zuständig. Speziell im Internet kommt zusätzlich das Telemediengesetz zum Einsatz. In den §§ 11 – 15a TMG sind insbesondere Fragen des Datenschutzes geregelt.
Es ergeben sich daraus folgende Pflichten:
1.) Die Impressumspflicht. Auf jeder Website müssen Name, Anschrift und Kontaktdaten des Betreibers vermerkt werden, bei kommerziellen Angeboten zudem Registernummer und Umsatzsteueridentifikationsnummer.
2.) Pflicht zur Unterrichtung über Datenspeicherung. Der Nutzer muss in die Verwendung seiner Daten ausdrücklich einwilligen, wenn die Weitergabe nicht ohne Weiteres gestattet ist. Dies betrifft vor allem die Weitergabe zu Werbezwecken.
3.) Betrieblicher Datenschutzbeauftragter. Unternehmen, in denen mindestens 9 Arbeitnehmer mit automatisierter Erhebung oder 20 Arbeitnehmer auf jedwede Weise mit Datenerhebung beschäftigt sind oder die Daten zu geschäftlichen Zwecken erhoben und übermittelt werden, haben nach §§ 4g, 4f BDSG einen Datenschutzbeauftragten schriftlich zu bestellen.
4.) Tracking, also die Verfolgung des Nutzerverhaltens bis hin zur Speicherung von IP-Adressen ist rechtlich umstritten. Seriöse Unternehmen weisen Nutzer daher vor der Dateneingabe auf diese Möglichkeit hin.
Datenschutz in Unternehmen: Worauf muss der Chef achten?
by admin on Feb.07, 2011, under Datenschutz
Der Datenschutzbeauftragte besitzt das Privileg, dass diese Position aus den üblichen Gründen nicht gekündigt werden darf, sondern nur aus wichtigen Gründen. Dieser Angestellte ist quasi unkündbar. Die Funktion dieser Person ist es, sich im Rahmen von Schulungen und Fortbildungen darüber zu informieren, welche Richtlinien einzuhalten sind und diese dann in internen Schulungen an die betroffenen Mitarbeiter weiterzugeben. Ein Arbeitgeber hat dem Datenschutzbeauftragten die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen zu ermöglichen und deren Kosten zu übernehmen, so dass nicht die Person selbst sich um seinen Wissensstand zu kümmern hat. Dabei handelt es sich vor allem um Richtlinien, die die Datenspeicherung und Sicherung betreffen und den Schutz von personenbezogenen Daten gewährleisten.
Der Kernbereich dieser Thematik liegt vor allem in der IT eines Unternehmens. Nicht selten werden mittlerweile solche Fragen aus Zeit- und Kostengründen an externe Beauftragte weitergegeben. Dies sind beispielsweise auf diese Thematik spezialisierte Systemhäuser oder IT-Experten. Bleibt diese Stelle aber dennoch intern, so sind Informationen über den Datenschutz mitunter recht einfach über die IHK oder Mitgliedschaften bei Wirtschaftsorganisationen erhältlich.
Datenschützer: Bürger müssen kontrolliert werden?
by admin on Dez.08, 2010, under Finanzen
Man fragt sich, wo die ganzen Daten überhaupt landen.
Ist dir bewusst das seit Einführung des neuen Kassenabrechnungssystems die ärztliche Schweigepflicht nicht mehr existiert? Das dein Krankenblatt personenbezogen an die Krankenkassen übermittelt wird zum Beispiel: Das da Geschlechts und Geisteskrankheiten – sogar nur bei Verdacht übermittelt werden – und wo du wann welchen Beinbruch erlitten hast!
Ich bezweifle das auch nur ein Bruchteil der Bevölkerung weiß das wenn sie zum Arzt gehen – letztlich jeder Verwaltungsangestellte der KK das mitlesen kann, natürlich Polizei und Staatsanwaltschaften – und sicherlich auch Militär und Nachrichten Dienste! Praktisch jeder der in der “passenden Verwaltung/Behörde” arbeitet! Wer weiß das ab dem 1.4.2005 jede Kontobewegung von allen Behörden einsichtig ist – die irgendwas mit Einkommen/Finanzen etc. zu tun haben?
Ich glaube alleine eine Aufklärung darüber,wo alles was mit welchen Zugriffen gespeichert wird würde vielen einen Schauder über den Rücken laufen lassen! Kein System hatte jemals einen solchen Perfekten Überwachungsstaat installiert wie wir ihn heute haben.
Frag die Leute – Portugal: Alles für den Tourismus
by admin on Dez.08, 2010, under Tourismus
All das soll von den größenwahnsinnigen Tourismus-Planern nun zerstört werden. “Rückständig” nennen sie diese ur-portugiesische Lebensform ohne Hektik, Stress und Zivilisationskrankheiten und suchen diesen Landstrich an die sogenannte westliche Lebensweise anzupassen. Zerstört wird dabei ein Stück portugiesische Identität, so wie in der Algarve geschehen. Nicht wenige Portugiesen sagen, die Algarve gehöre nicht zu Portugal. Das ist alles schön und gut, aber wenn Du die Leute dort fragst, ob sie weiter mit xx% unterhalb der Armutsgrenze leben wollen, oder ob so ein paar Jobs in Hotels (so hässlich die Gebäude auch sein mögen) oder der Gastronomie (die Touristen möchten auch irgendwo essen gehen) nicht vielleicht doch eine schöne Sache wären… wie viele sind dann so erpicht darauf, ihren Lebensstil beizubehalten? Versteh’ mich nicht falsch. Ich kenne und liebe Portugal und die Portugiesen, und suche auch lieber die unberührten Ecken – eben da wo auch die Portugiesen hingehen – als die Touristenzentren. Aber ich weiß auch, dass es sehr sehr viel Armut gibt in diesem Land, und das was Du so schön als “typisch Portugiesisch” romantisierst, vor allem ein Ausdruck dieser Armut ist. Mit dem gleichen Recht könnte man den Leuten im Ruhrpott sagen: dass die Zechen schließen ist gut, denn nun habt ihr mehr Zeit, Brieftauben zu züchten. Ich glaube kaum, dass sich allzu viele dieser Meinung anschließen dürften. Man sollte also nur zusehen, dass die Folgen der Tourismusindustrie nicht allzu schlimm werden. Also wenigstens die ärgsten Bettenburgenverhindern. Und solchen Quatsch wie die Luxus-Golf-Insel. Wer so was mag, der wird eh’ lieber nach Dubai fliegen.